Alles blüht

Letzte Woche habe ich mich gefreut, als ich ein blühendes Buschwindröschen sah:

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Buschwindröschen

Heute an gleicher Stelle:P1030614

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Robert Hofrichter: Im Bann des Ozeans

P1030610Vielfältig wie das Leben in den Ozeanen, so ist der Inhalt dieses Buches. Einiges, was in den Ozeanen an Lebewesen schwimmt und kreucht, gibt uns noch immer Rätsel auf. Viele Arten in diesen riesigen Wassermassen sind noch gar nicht entdeckt. Robert Hofrichter ist von den Ozeanen und deren Innenleben in Bann gezogen worden und er erzählt davon höchst eindrucksvolle Geschichten, stellt Forschungsergebnisse vor.

Es sind zu einem großen Teil Fakten, die uns unvorstellbar erscheinen: Die Artenvielfalt einerseits, aber auch die Schwierigkeiten, die viele Arten haben, in den Weiten der Ozeane einen Partner zur Reproduktion zu finden, sowie die Arten der Reproduktion an sich. Männliche Spezies können sich dabei in weibliche verwandeln – und umgekehrt – oder zum Zwitter werden. Penisse lösen sich vom Männchen, erreichen das Weibchen, um dort die Eier zu befruchten. Oder die Männchen leben im Weibchen, um direkt vor Ort ihre Aufgabe bei der Fortpflanzung wahrzunehmen. Leser erfahren, dass Männchen und Weibchen unterschiedlich sein können – von Größe und Gestalt – Weibchen 40.000mal größer als ihr Geschlechtspartner. Auch von den „geilen“ Delfinen wird berichtet, die selbst weibliche Taucherinnen angehen.

Aber diese „Sexualkunde“ ist nur ein kleiner Teil des Buchinhalts, wenn auch ein faszinierender. Ebenso interessant ist aber auch die Giftigkeit einiger Meeresbewohner, die Art der Gifte und die Wirkung.

Teilweise Bekanntes lesen wir über die Aale und deren Wanderung zum Laichen ins Sargassomeer. Allerdings werden deren navigatorischen Leistungen noch übertroffen von den Meeresschildkröten, die über 2000 Kilometer zurücklegen und auf Ascension zur Eiablage an den Strand zurückkommen, an dem sie geboren wurden.

In einem Buch, das das Leben in den Ozeanen beschreibt, darf natürlich nicht ein Abschnitt über die Korallenriffe und die Gefahr für sie durch die Klimaerwärmung fehlen, inklusive des synchronisierten Ablaichens der Korallen.

Robert Hofrichter gibt einen Überblick über das Leben in den verschiedenen Meerestiefen und schreibt, dass es wegen der immensen Drücke wesentlich schwieriger ist, bis in 11.000 Metern auf den Grund des Ozeans zu gelangen – das haben erst drei Menschen geschafft – als auf den Mond – dort hielt sich schon ein Dutzend Astronauten auf.

Neben diesen naturwissenschaftlichen Inhalten, werden aber auch die „Meeresungeheuer“ erwähnt und die „Forschung“ der Kryptozoologen.

Doch nicht nur über das Leben im Wasser, sondern auch über die Ozeane an sich mit der Wasserzirkulation horizontal wie vertikal, den Monsterwellen und vielen anderen Eigenheiten wie die Unebenheit der Erdoberfläche und auch der Ozeane und deren Folgen ist zu lesen. Die Entstehung der Erde, die der Lebewesen, die Tektonik unseres Planeten und dessen Geodynamik, das alles und noch viel mehr erzählt der Autor in sehr ansprechender Form in diesem Buch. Zudem sind auf 16 Hochglanzseiten über dreißig Fotos zu finden, die schillernde und wundersame Lebewesen aus den Tiefen der Ozeane zeigt.

Ein umfassendes Kompendium über alles, was die Ozeane und deren Faszination darstellen und beinhalten.

Ich war beim Lesen „im Bann des Ozeans“.

— O —

Robert Hofrichter: Im Bann des Ozeans, Gütersloher Verlagshaus (2018),

ISBN 978-3-579-08678-1

 

 

Scharbockskraut hilft gegen Scharbock – und das ist Skorbut

Neulich bin ich beim Wandern sprichwörtlich über eine gelb blühende Pflanze gestolpert, das Scharbockskraut, das als eine der ganz wenigen Pflanzen zu dieser Zeit in den noch lichten Wäldern blüht. Dieser Frühjahrsblüher zählt zu den Hahnenfußgewächsen, wird auch als Feigwurz bezeichnet und so ist der lateinische Name Ficária vérna oder auch Ranúnculus ficária.

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Scharbockskraut

Die Blätter enthalten Vitamin C und wurden in früherer Zeit gegen Skorbut verwendet. Auch für Mundwasser fand ich einige Rezepturen mit diesen Pflanzenblättern.

Beschrieben ist dies u.a. in Hagers Handbuch für die Pharmazeutische Praxis, erster Band, Ausgabe von 1903:

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Über die heutigen Anwendungen ist einiges im Internet zu finden. Zum Beispiel HIER.

Scan0008In einem meiner alten Schulbücher sah ich noch die folgende Zeichnung:

Heute werden die Blätter auch zur Verwendung in Salaten empfohlen, dann sollen sie gegen die Frühjahrsmüdigkeit wirken (link: HIER)

Bevor jedoch eine Leserin oder ein Leser dieses Posts Experimente mit dem Scharbockskraut als Nahrungs- oder Heilmittel durchführen, verweise ich darauf, dass ich kein Fachmann auf diesem Gebiet bin. Informieren Sie sich bitte vor dem Verzehr oder der Anwendung an kompetenter Stelle, denn lt. Wikipedia ist Scharbockskraut in allen Teilen giftig, besonders aber im Wurzelstock und in den Brutknollen. Junge Blätter, die vor der Blütezeit geerntet werden, sind jedoch unbedenklich.

 

 

 

Nördlich von…..

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Auch in bekannten Ecken gibt es Neues zu entdecken

Naja, so richtig Neues gab es nicht auf der dreistündigen kleinen Wanderung von der Haustür aus, aber einige Frühlingsboten und Fernblicke auf den Donnersberg im Nordpfälzer Bergland, immerhin 686,5 Meter über NHN (Normalhöhennull (NHN) ist in Deutschland die aktuelle Bezeichnung der Bezugsfläche für das Nullniveau bei Angabe von Höhen über dem Meeresspiegel. Das Normalhöhennull wurde als Nachfolger des Normalnull (NN) eingeführt, dessen Höhenangaben das Schwerefeld der Erde nicht berücksichtigten. Quelle: Wikipedia) sowie den Melibokus im Odenwald mit 517,4 m ü.NHN.

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Buschwindröschen

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Scharbockskraut

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Gänseblümchen

Der Blick in die Ferne:

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Blick in die Pfalz zum Donnersberg, etwa 60 Kilometer entfernt

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Höchster Punkt: Melibokus in etwa 40 Kilometern Entfernung

Näher dran war Igstadt mit dem Wasserturm, Wolken und das Wiesbadener Kreuz (A3/A66):

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Igstadt mit Wasserturm

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Wolken

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Dazu noch Kurioses

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und Bienen, die sich auf ihre Arbeit vorbereiteten:

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Die ersten Bienenvölker waren bereits auf die Streuobstwiese gesetzt. Von Obstblüte allerdings noch keine Anzeichen.

Und wer es genau wissen will, wo das war:Screenshot_2018-04-03-18-00-12

 

 

 

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