A good Hock keeps off the doc

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Wenn das Sprichwort bei den britischen Royals noch Gültigkeit hat, brauchen sie sich um ihre Gesundheit keine Sorgen zu machen: Die Rieslingsreben am Königin-Victoriaberg auf dem Hochheimer Territorium haben gut angesetzt.

Um das Königin-Victoria-Denkmal herum wächst die nächste Ernte heran. Und es sieht gut aus, dass die königliche Familie wiederum einen guten Tropfen in ihre Keller und Kehlen bekommt.

Das Denkmal, das zu Ehren der damaligen Queen 1854 vom damaligen Eigentümer des Wingerts enthüllt wurde, befindet sich zwischen Flörsheim und Hochheim oberhalb der Bahnstrecke und ist von dem Weg nördlich der Bahnstrecke zu sehen.

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Eine Tafel am Weg beschreibt die Geschichte:

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Wie der 2018er Hochheimer Königin Victoriaberg Riesling ausfällt, liegt in den Händen der Fachleute des Weinguts Flick in Wicker.

Ein guter Rat steht denn auch nicht im Widerspruch zu dem Sprichwort aus der victorianischen Zeit und ist der derzeitigen Queen und ihrer Family ebenso zu empfehlen:

Save Water. Drink Riesling

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Ich nenne ihn den „Wisper-Fingerhut-Pfad“

IMG_8300-001Mit großem Aufwand und erheblichen Kosten wird zur Zeit das Projekt „Premiumwandern im Wispertaunus“ umgesetzt. Die ersten beiden Etappen des 44,2 Kilometer langen Streckenwegs sind freigegeben, ebenso wurden Rundwander-, Spazierwander- und Zuwege eingerichtet und teilweise bereits ausgeschildert. Alte Wanderwege behielt man bei, aber auch neue wurden teils mit brachialer Gewalt ohne Rücksicht auf die Vegetation in das Schiefergestein gebrochen und gefräst,  und so ragen – unschön anzusehen – von etlichen Kiefern und Fichten die freigelegten Wurzeln in die Wanderwege hinein.

Die zahlreichen Pflanzen des Roten Fingerhuts (Digitalis purpurea) entschädigen jedoch für das rüde Vorgehen des schweren Geräts auf einigen Teilen des Weges und die Natur wird in wenigen Jahren die geschlagenen Wunden überdeckt haben.

IMG_8254Wir wanderten auf dem Wispertaunussteig von einem kleinen Parkplatz im Wald südöstlich von Dickschied, vorbei am Falkenhof des berühmten Kochs Franz Keller zur ehemaligen Wehrkirche in Dickschied, die schon über 800 Jahre sein soll. Von dort auf alten Wanderwegen nach Norden zum Hexenmüllerplatz. Auf dem Weg nach Norden zum Wispersee folgten wir wieder den Zeichen des Wispertaunussteigs. Anschließend ging es  auf der anderen Seite der Wisper zurück zum Hexenmüllerplatz und weiter auf dem Steig nach Süden zurück zum Startpunkt.

Auf fast jedem dieser gut 16 Kilometer gingen wie vorbei an den Fingerhüten, die teils auf saftigen Wegesrändern wuchsen,

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teilweise aber auch dabei waren auf kargem, steinigen Boden Fuß zu fassen.

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Mich hat auf dieser Wanderung die große Zahl des Roten Fingehuts beeindruckt. Die Giftigkeit und die Verwendung in der Pflanzenheilkunde ist allgemein bekannt und so verlinke ich an dieser Stelle lediglich mit zwei Artikeln:

– Roter Fingerhut (Wikipedia),

– Hochwirksames Herzmittel aus der Natur (NABU),

 

Entscheunigtes Wandern: Die Lamatour

IMG_8012Die Kisselmühle, kurz hinter dem Kloster Eberbach im Rheingau, ist Heimat für rund 100 Kameliden – Kamele, Lamas und Alpakas – zudem hüpfen dort Kängerus durch die Gegend und Pfaue schlagen ihr Rad. Schafpudel Molly überwacht, ob alles mit rechten Dingen zugeht, Famile Messing mit ihren Helfern für eine artgerechte Haltung der Vier- und gefiederten Zweibeiner sorgen und ob die vielfältigen Angebote für Touristen und andere Interessierte ordnungsgemäß durchgeführt werden. Der Kisselmühlenhund hat alles unter Kontrolle.

 

 

IMG_7987Wir entschieden uns für eine „Schnuppertour“, eine Wanderung mit Lamas und Alpakas, bei der zunächst in der „Lamaschule“ für Kinder und Erwachsene gleichermaßen interessant und kurzweilig die Familie der Kameliden vorgestellt wurde. Über die Entwicklung vom „Urkamel“ in die heutigen verschiedenen Arten, die Unterschiede, Eigenschaften und das Verhalten wurden wir in einer knappen halben Stunde informiert, lernten das einfachste Unterscheidungsmerkmal  zwischen Lamas (Bananenohren) und Alpakas (Ohren wie ein A) kennen. Auch die wichtigste Frage, warum Lamas spucken wurde beantwortet – es ist Futterneid und wenn wir zwischen ihnen stehen, bekommen wir den schleimigen Segen ab.

IMG_7955Danach durften wir die Tiere auf der Wiese besuchen und mit trockenem Heu füttern. So wurden wir mit den Tieren vertraut. Das dauerte ebenfalls eine halbe Stunde, dann ging es in den Stall, wo jeweils zwei Personen bzw. einer Familie ein Lama oder Alpaka zugeteilt wurde. Am Halfter befanden sich zwei Leinen, so dass die Tiere von zwei Personen in die Mitte genommen werden konnten. Nach ein paar Ratschlägen – wenn die Tiere fotografiert werden, bleiben sie stehen – bitte nicht fressen lassen – bitte nicht am Po des vorderen Tiers schnüffeln lassen – bitte nicht die Reihenfolge ändern – begann eine etwa 4 Kilometer lange „Schnuppertour“, runter zum Kloster Eberbach und zurück. Beim Wandern erkannten wir, was wir auch in der Lamaschule gelernt hatte:

Die Tiere geben die Geschwindigkeit vor, die Menschen bestimmen die Richtung.

IMG_7993(Und wenn ein Trupp ein Selfie machen wollte, blieb das vierbeinige Fotoobjekt stehen und alles, was dahinter in der Karawane war, ebenso.)

Wir wanderten vier Kilometer in 1 1/2 Stunden, ein gemächliche Tour, entschleunigtes Wandern.

Die Kinder waren begeistert, dass sie die ganze Zeit ihr Tier führen durften. Wir hatten Black Beauty zugeteilt bekommen, das schönste aller wandernden Lamas. Geführt wurde der schwarze Schöne von meiner Tochter und der Enkelin, ich selbst durfte aber auch einmal für wenige Minuten Black Beauty zeigen, wo es langging.

Und als die Vierbeiner wieder im Stall waren, sausten wir noch schnell in den Hofladen. Meine Enkelin J. hat jetzt übrigens ihr eigenes (Kuschel)Alpaka.

Eine für interessante und entspannte Schnuppertour, die uns allen viel Spaß gemacht hat – trotz Regen.

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A-förmige Ohren = Alpaka

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Bananenform der Ohren = Lama

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Black Beauty

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Man achte auf die Bananenohren – bei Black Beauty