Leben und Tod

Leben und Tod

Bei Großwallstadt, Kreis Miltenberg, 17. April 2018

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Maikäfer 2018

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Der erste Maikäfer in diesem Jahr. Auf einer Wanderung gesehen zwischen Mömlingen und Großwallstadt im unterfränkischen Landkreis Miltenberg (17.04.2018)

Nördlich von…..

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Auch in bekannten Ecken gibt es Neues zu entdecken

Naja, so richtig Neues gab es nicht auf der dreistündigen kleinen Wanderung von der Haustür aus, aber einige Frühlingsboten und Fernblicke auf den Donnersberg im Nordpfälzer Bergland, immerhin 686,5 Meter über NHN (Normalhöhennull (NHN) ist in Deutschland die aktuelle Bezeichnung der Bezugsfläche für das Nullniveau bei Angabe von Höhen über dem Meeresspiegel. Das Normalhöhennull wurde als Nachfolger des Normalnull (NN) eingeführt, dessen Höhenangaben das Schwerefeld der Erde nicht berücksichtigten. Quelle: Wikipedia) sowie den Melibokus im Odenwald mit 517,4 m ü.NHN.

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Buschwindröschen

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Scharbockskraut

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Gänseblümchen

Der Blick in die Ferne:

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Blick in die Pfalz zum Donnersberg, etwa 60 Kilometer entfernt

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Höchster Punkt: Melibokus in etwa 40 Kilometern Entfernung

Näher dran war Igstadt mit dem Wasserturm, Wolken und das Wiesbadener Kreuz (A3/A66):

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Igstadt mit Wasserturm

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Wolken

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Dazu noch Kurioses

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und Bienen, die sich auf ihre Arbeit vorbereiteten:

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Die ersten Bienenvölker waren bereits auf die Streuobstwiese gesetzt. Von Obstblüte allerdings noch keine Anzeichen.

Und wer es genau wissen will, wo das war:Screenshot_2018-04-03-18-00-12

 

 

 

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It’s a long way………

Mehr als 16 Kilometer bis zum Glühweinstand auf dem Sternschnuppenmarkt. 4 1/2 Stunden inklusive Pause bis zum ersten alkoholhaltigen Heißgetränk. Das war eine echte Herausforderung!

It’s a long way to Glühweinstand“ habe ich so leise beim Wandern gepfiffen, nach der Melodie von – ihr ahnt es schon – :

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Der Schnee vom Vortag war noch nicht ganz weggetaut, stellenweise war es matschig, aber das konnte die gute Laune nicht vertreiben. Ab und zu schien es so, als würde der Himmel aufreißen und die Sonne durchkommen.

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Meistens blieb es jedoch grau, nur einmal tauchte ein rötlicher Streifen im Westen auf. Normalerweise ein Zeichen, dass die Sonne untergeht, nur dass diese Erscheinung pünktlich um 12 Uhr zu sehen war:

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Die Bänke am Wegsrand waren noch mit Schnee bedeckt…….

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……………und so wurde dann im Stehen eine kleine Stärkung aus den Rucksäcken geholt.

Später am Ziel, sprich Glühweinstand, spaltete sich die Gruppe in zwei Fraktionen, die der roten und die der weißen Glühweintrinker.

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Ohne ein Sondierungsgespräch wurde spontan eine GroKo gebildet, die einstimmig beschloss, auf Empfehlung unseres Vorwanderers den Andechser im Ratskeller anzusteuern. Nach einem ausgiebigen Mahl ging es wieder zurück an den Glühweinstand, wo sich mit Hilfe einiger Heißgetränke auf die Heimfahrt per ÖPNV vorbereitet wurde.

Fazit: 16 Kilometer, die sich gelohnt haben.

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Kriemhildenstuhl – Wo die Römer Steine brachen

Unweit des nordwestlichen Stadtrands von Bad Dürkheim liegt der Kriemhildenstuhl, ein Steinbruch, im dem etwa 200 n.Chr. römische Legionäre Bundstandsteine abgebaut haben, die für Bauten nach Mainz geschafft wurden. Transportiert wurden die Steinblöcke per Schiff über das kleine Flüßchen Isenach, das damals bei Roxheim in den Rhein – wie er zu jener Zeit floss – mündete.

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Die Fundstelle ist seit dem Mittelalter bekannt und wurde fälschlich mit der Sagenwelt des Nibelungenliedes in Verbindung gebracht.  In der  Zeit des Nationalsozialismus gab es erfolglose Bestrebungen, durch Grabungen zu belegen, dass es sich bei dem Steinbruch um eine altgermanische Kultanlage gehandelt habe. Römische Legionäre haben ihre Namen hier in den Stein eingeritzt.

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Gettonius, Ursus und Dossus, Soldaten der Legion XXII, die in Mainz stationiert war, haben sich hier verewigt

Ob es diese drei waren, die auch Pferde, Feldzeichen und andere Felsenbilder geritzt und geschlagen haben, ist nicht nachweisbar. Das kleine Pferd ist jedenfalls gut gelungen. Wie plastisch das Pferd aus dem Stein herausgearbeitet wurde, ist auf dem Foto am Schatten unter dem Bauch zu erkennen.

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Auf etlichen Tafeln ist die Geschichte des Steinbruchs und die Arbeitsweise der Römer beschrieben. Werkzeuge sind abgebildet und vieles, was es an Zeichen und Bildern zu entdecken gibt. Obwohl mit den Tafeln insbesondere Kinder angesprochen werden, waren die Informationen auch für unsere Wandergruppe äußerst interessant. (Ein Ausschnitt aus dieser Tafel ist am Ende des Beitrags aufgeführt)

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Und Informationen gab es rund um diesen Steinbruch jede Menge:

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Aus der Römerzeit  und den Zeiten vor mehreren 100 Millionen Jahren als diese Gesteinsformationen entstanden wird man dann allerdings herausgerissen, wenn der Blick auf die rechte Wand des Steinbruchs fällt. Dort befindet sich eine Gedenktafel aus dem 20. Jahrhundert-

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Zum Gedenken der im I. Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Pfälzer Waldvereins

Der Kriemhildenstuhl hat seinen Namen wahrscheinlich daher, weil sich dieser Steinbruch wie ein überdimensionierter Stuhl eines weiblichen Riesen in den Berg einfügt. http://www.waltervundepalz.de/urlaub/pfalz/bad-duerkheim/wandern/kriemhildenstuhl

 

Screenshot_2017-08-20-09-36-07Wir trafen auf diese geschichtsträchtige Stelle bei einer Wanderung mit Ausgangspunkt am Schützenhaus Bad Dürkheim im Retzerwald  oberhalb von Bad Dürkheim. Weitere sehenswerte Stationen dieser Tour waren die Kaiser Wilhelm Höhe, der Teufelstein und der imposante Bismarckturm.

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Bismarckturm bei Bad Dürkheim

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Übrigens: Das Pferd:

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Man muss genau hinsehen, um es zu entdecken

Nicht in Bayern wanderten wir, sondern in Unterfranken

Es ist jedes Mal wieder eine kleine Diskussion wert, wenn wir über die hessische Landesgrenze hinaus in Bayern eindringen. Am Spessartrand im Landkreis Aschaffenburg wollten wir wandern – und die Gegend wird bekanntlich als Unterfranken bezeichnet. Das musste zunächst geklärt sein.

Wegen der sommerlichen Temperaturen hatte Karl eine Tour geplant, die uns zum größten Teil durch schattigen Wald führte und recht leicht zu wandern war.

Wir starteten am Schluchthof am Rande von Kleinostheim Richtung der Ortschaft Rückersbach. Der Weg führte fast fünf Kilometer durch die Rückersbacher Schlucht, einer für diesen Tag angenehm kühlen Strecke.

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In der Rückersbacher Schlucht

Nicht in Sichtweite, aber in der Nähe des Weges in einem Seitental liegt ein alter Steinbruch, der um 1900 in Betrieb war. Das „Hexenhäuschen“ ist noch ein Überbleibsel aus der Zeit. Es diente als Schutzhütte für die Arbeiter.

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Hexenhäuschen

Nach einer guten Stunde erreichten wir den Ortrand von Rückersbach und rasteten kurz am deutsch-französischen Partnerschaftsplatz, dem Place de L’AMITIE.

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PLACE DE L’AMITIE

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Rast auf dem PLACE DE L’AMITIE

Wir verließen Rückersbach in Richtung Hörstein….

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Rückersbach ade!

…….und trafen dieses geschnitzte Männlein am Wegweiserstandort „Siebenwege“, das da offensichtlich seit 1991 im Walde steht und das Wegkreuz beobachtet.

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Ein Männlein steht im Walde….

In fünf Richtungen geht es an diesem Wegekreuz.

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In fünf Richtungen geht’s bei Siebenwege

Ein schattiger Platz, um an diesem sonnigen Sommertag ein kleines Päuschen einzulegen

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Rastplatz Siebenwege

Aus dem Wald heraus wanderten wir leicht bergab durch Weinberge Richtung Main und A45. Wir blickten in die Mainebene, sahen in der Nähe das Kohlekraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg, am Horizont im Dunst die Skyline von Frankfurt mit dem Taunus.

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Blick in die Mainebene

Schließlich erreichten wir unser Ziel, den Schluchhof, Restaurant und Hotel.

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Der Schluchthof am Rande von Kleinostheim, am Auslauf der Rückersbacher Schlucht

Hier wurden verbrauchte Kalorien und Flüssigkeit wieder aufgefüllt.

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Etwas mehr als 15 Kilometer wanderten wir ohne Anstrengung dank größtenteils im Schatten verlaufenden Route, eine herrliche Sommerwanderung!

Hier die Tour, wie sie Runtastic aufgezeichnet hat:Screenshot_2017-06-21-20-50-41