Warnung vor dem Käse, der beschwipst – oder: Werbung für den Käse, …….

Da hat der Etiketteneinrichter zuvor wohl zuviel Mostkäse probiert

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….oder es ist ein grenialer Marketingtrick. Mir wäre die Packung nicht aufgefallen, wenn da nicht jemand einen Buchstaben verwechselt hätte.

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Nette Begrüßung in Assmannshausen? Eine fantastische Lüftlmalerei

Kürzlich wanderten wir auf dem Rheinsteig von Assmannshausen nach Lorch. Die  berühmte Rotweingemeinde erreichten wir von Wiesbaden mit dem Zug und bereits nach einigen Metern wurden wir herzlich begrüßt. So sah es jedenfalls bei erstem Betrachten aus.

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Eine Mutter schaute mit zwei Kindern zu uns aus den Fenstern des Hauses der Familie Berg, das sich gegenüber von Berg’s Alter Bauernschänke befindet und wohl dazu gehört.

Bei näherer Betrachtung dieser feinen Lüftlmalerei sieht man jedoch, dass zumindest die Kinder sich gar nicht um die Wanderer kümmern, die hier vorbei kommen, um auf dem Rheinsteig entweder Richtung Lorch oder in die andere Richtung gen Rüdesheim zu gehen.

Das Mädchen, das im mittleren Fenster über dem Portal zu sehen ist, spielt mit einer Katze, die auf dem Sims über dem Portal herumturnt und die Hand des Mädchens schnappen will.

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Und am Fenster nebendran? Vermutlich der Bruder des Mädchens, der gerade einen Blumentopf aus dem Fenster fallen gelassen hat.

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Manchmal lohnt es sich schon, genauer hinzuschauen.

Der Lüftlmaler hat jedenfalls eine lebendige Szene auf die Fassade des alten Hauses gemalt. Wer Lust hat, kann nun raten, was nicht gemalt ist.

Opel-Zoo – neue Bekanntschaften, alte Freunde

img_1181-001Ein Besuch im Opel-Zoo ist immer wieder ein Erlebnis. Anfangs ist es wie immer. Hinter dem Eingang links begrüßen uns die Giraffen. Die meistens lassen sich nur ungern von ihrer Mahlzeit ablenken, aber eine ist doch sehr aufmerksam und schaut, was da so an Besuchern ankommt. Und dieses Jahr zieht es uns und viele andere zur neuen Attraktion, der Anlage für die Brillenpinguine. Die Gruppe dieser flinken Schwimmer ist seit drei Monaten zu sehen und zwar nicht nur an Land und an der Wasseroberfläche. Durch eine 8 cm dicke Glasscheibe können die kleinen Pinguine auch in ihrem Lebensraum unter Wasser beobachtet werden. Als wir dort ankommen, wird die Bande gerade gefüttert und ist äußerst agil.

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Besonders unter Wasser sausen sie hin und her, wie im Sturzflug,

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manchmal „fliegen“ sie direkt auf uns zu – so schnell, dass ich sie nur unscharf im Foto festhalten kann

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Während die Brillenpinguine sich munter an dem kühlen Oktobertag tummeln, hat sich eine Gruppe der Zwergmangusten unter eine Wärmelampe zurückgezogen

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Eine andere Zwergmanguste späht jedoch vom luftigen Felsen über den Gehegerand

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Es folgt das obligatorische Ziegenfüttern im Streichelzoo

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img_1245Doch was wäre der Opel-Zoo für die achtjährige J. ohne Kamelreiten und Trampolinspringen. Der Ausflug wäre nur die Hälfte weimg_1222rt. Dies Aktionen sind allerdings nicht im Eintrittspreis in-begriffen und so steckten wir uns vor dem Besuch einige Euro- und 50-Cent-Stücke in die Tasche. Nachdem dann diese Attraktionen inklusive Klettern auf den Gerüsten auf dem Spielplatz „abgearbeitet“ sind, widmen wir uns wieder den großen und kleinen Tieren. Wir sehen, dass der kleine Elefant im letzten Jahr wieder ein Stück größer geworden ist.

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Das Kreischen von Halsbandsittichen kennen wir bereits von den Artgenossen im Biebricher Schlosspark, hier können wir ihn beim Körner picken in der Nähe sehen

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Weiter führt der Weg zu den Mufflons

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Wir freuen uns, dass der Luchs zu sehen ist

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Nicht zu übersehen ist ein junger Polarfuchs

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Und schließlich, nach vielen weiteren Tieren erleben wir die Hauptattraktion des Tages: Gepard auf dem Klo. Mit vielen mehr oder weniger witzigen Bemerkungen verfolgen die Besucher den Vorgang, bei dem wir zumeist die Tür zumachen, der Gepard aber an exponierter Stelle für alle sichtbar das tut, was nun mal sein muss: Müssen!

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Danach verlässt er den Platz und trabt erleichtert durch sein Gehege

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Damit geht ein sehr erlebnisreicher Ausflug zu Ende

Epilog: Eine alte Bekannte haben wir allerdings nicht mehr wiedergetroffen: Die alte Flusspferddame, die im Alter von mehr als 50 Jahren kürzlich verstorben ist. Auch der Bulle ist nicht mehr da. Er wurde zu anderen seiner Art in den Zoo nach Hannover gebracht. Und das ist gut so, denn das Flusspferdbecken war recht klein und nicht mehr zeitgemäß. Für mich war es ein kleiner Schandfleck, der nun beseitigt werden kann.

Mit der Savanne für Giraffen, Zebras & Co sowie dem Freigehege für die Elefanten hat der Opel-Zoo in den letzten Jahren ausgedehnte Räume für die Tiere geschaffen. Dazu noch die neue Anlage für die Brillenpinguine. Hier macht es Spaß, die Tiere zu beobachten.

Und als wir gingen, drehte sich keine der Giraffen nach uns um. Sie waren immer noch – oder schon wieder – an dem alten Baobab und ihren Fresskörben.

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Die Rettung der Weimarer Aschebücher

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Ein Brand hat im September 2004 große Teile des Bestands an Büchern, Handschriften, Inkunabeln, Globen und Landkarten der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar vernichtet oder stark beschädigt.

Seit einem Jahr kann im Erdgeschoss der wiedererbauten Bibliothek an 60 Exponaten betrachtet werden, welche Zerstörung Feuer, Wasser, Löschschaum und giftige Gase  an Büchern, Schriften und Noten angerichtet haben und wie es gelungen ist, große Teile des beschädigten Bestandes zu sichern, zu reinigen und zu restaurieren. „Restaurieren nach dem Brand“ ist der Titel der Ausstellung.

Besonders hat mich ein Film über die Restaurierung angebrannter Bücher – Aschebücher genannt – beeindruckt, der auch über Youtube zugänglich ist: Die Rettung der Weimarer Aschebücher.

Die Besichtigung dieser Ausstellung im Renaissancesaal der Bibliothek ist kostenlos und kann ohne Voranmeldung geschehen

Um den Rokokosaal mit den alten Buchbeständen zu besichtigen, ist es ratsam, Eintrittskarten rechtzeitig vor einem geplanten Besuch zu bestellen. Vorlaufzeit: 4-6 Wochen. Einige Karten werden auch um 9:00 Uhr für den jeweiligen Tag an der Kasse der Bibliothek verkauft.

Als Hobbybuchbinder hat mich die kleine Ausstellung über das „Restaurieren nach dem Brand“ begeistert, bei der der verheerende Schaden und dessen geniale Aufarbeitung gezeigt wird. Und jedem Bücherfreund und Interessiertem am „Kulturgut Buch“ wird es vermutlich ebenso gehen wie mir.

Konstantins Fuß

20160803_104911-1Fast wäre ich drüber gestolpert, über Konstantins Fuß in Mainz auf dem Deutschhausplatz. Mit 2 Metern Länge und einer Höhe von 1,50 Metern ist der Fuß nicht zu übersehen und bietet weiten Raum für Gedanken.

Als Vertreter der griechischen Zehenformation war mir dieser Fuß besonders aufgefallen, hat er doch Ähnlichkeit mit meinem Gehwerkzeug.

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Bei Draufsicht ist die besonders hübsche, als griechisch bezeichnete Anordnung der Zehen klar zu erkennen.

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Dies ist der Fuß Konstatin des Großen, eigentlich die Kopie eines Fragments der einst 12 Meter hohen marmornen Kolossalstatue des römischen Kaisers Flavius Valerius Constantinus.

Seit 2007 steht dieses Monstrum in Mainz. Nachdem einige dieser Füße zur Konstantin-Ausstellung in Trier dort in der Stadt verteilt wurden, bekam auch Mainz eine Kopie, die vor dem rheinland-pfälzischen Landtag platziert. Dort lebt der Fuß am Rande eines Parkplatzes gefährlich, wurde er doch vor Jahren einmal von einem Auto angefahren.

Konstantin der Große – mein Bruder im Geiste, nein, im Fuße.