Aus vier Teilen wieder ein Buch machen

Dr. Friedrich Köhlers Fremdwörterbuch von 1909 war nahezu in vier Teile zerfallen und es war nur wenig Aufwand nötig, die vier Komponenten vollständig zu trennen.

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Mit Buchbinderleinen, Gaze, Vorsatzpapier, Kapitalband, Leim und einer gehörigen Portion Zeit sollte wieder ein Buch entstehen, das einen ansehnlichen Eindruck machte.

Nach Reinigungsarbeiten an den Einzelteilen wurde der Buchblock aufgehübscht und ein neuer Einband gefertigt,

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danach konnte der Buchblock in den Einband eingehängt werden – fertig war das gute Stück, dass sich dank des nahezu passenden Leinens nicht wesentlich von dem ursprünglichen Buch unterscheidet – abgesehen von den Alterungs- und Gebrauchsspuren. Aber es ist ja bereits über 100 Jahre alt, da wird nichts Neuwertiges erwartet. So sieht das Ergebnis ausschnittsweise aus:

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Und wie immer lese ich gern in so alten Büchern: Dabei fand ich den Begriff „Kartell“.

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Während heute Kartell insbesondere im Bereich der Wirtschaft gebräuchlich ist, war das am Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein Ausdruck, der in erster Linie mit der Kriegsführung in Verbindung stand. Das Vorgehen von Verbündeten ist in diesem Begriff allerdings noch heute impliziert.

 

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2 Gedanken zu “Aus vier Teilen wieder ein Buch machen

    • …und eine Menge Erfahrung. Ich mache das jetzt 17 Jahre als Hobby. Die ersten 5 Jahre davon bin ich jede Woche ein Mal abends zu einem Buchbinderkurs gegangen und habe dabei viel vom erfahrenen Buchbindermeister gelernt.

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