Es wird!

Die ersten Blüten kommen zwischen den Blättern der Schneeglöckchen hervor.

Graugänse schnattern in mehreren Wellen über uns gen Norden. Seit einer Woche scheint zum ersten Mal die Sonne.

Frühling wird’s! Wird’s Frühling?

Es ist noch nicht Februar und Märzschnee hatten wir auch vor einigen Jahren. Aber freuen auf den Frühling, das mache ich schon.

Halbritters Tier- und Pflanzenwelt – Ein Beitrag zur Naturgeschichte ….

Als ich neulich HACKES TIERLEBEN an dieser Stelle vorstellte, eine amüsante Beschreibung von 26 Tierarten aus dem Blickwinkel Axel Hackes, fiel mir wieder ein Buch ein, das vor fast 50 Jahren erschienen ist. Seitdem steht es im Bücherregal, wird ab und an abgestaubt oder hervorgeholt, um mich wieder einmal daran zu erinnern, welchen Beitrag Kurt Halbritter mit seiner „Naturgeschichte für alle Schichten des Volkes. Mit vielen Illustrationen des Verfassers“ 1975 damit geleistet hat.

Halbritters Karikaturen wurden im Satiremagazin pardon und auch in der FAZ veröffentlicht, zudem wurden seine Werke in Büchern veröffentlicht wie diesem.

Es stellt sich die Frage: In welche Ecke des Bücherregals stellt man es hin? Zu den Comics oder neben Hans Traxler und F. K. Waechter oder zu den Erotica oder gar in die Schmuddelecke, in der sexistische und nicht der Political Correctness entsprechende Bücher versteckt sind.

Schaut man sich das Cover der 1. Auflage an, das Beinhorn, und liest auf Seite 46 die dazugehörige Beschreibung, kommen mir meine Zweifel, ob ich über dieses Buch noch berichten darf, ohne in übler Weise als Sexist beschimpft zu werden. Ich zitiere trotzdem:

Mit seinen zwei stattlichen Beinhörnern ausgestattetes, langhaariges und klettertüchtiges Horntier der Sohlomiten.Nur im strengen Winter sucht es tiefer gelegene Regionen auf; bewegt sich meist in einer Höhe zwischen 8000 und 12000 Fuß, wo es manchen Jäger irreführt. Sein erotisches Beinhornspiel verwirrt und erregt in der Regel so, daß die Fähigkeit eines genauen Blasrohr-Schusses abhanden kommt.

(Sollte neben oben angedeuteten möglichen Beschimpfungen noch der Vorwurf auf falsche Rechtschreibung erhoben werden, erkläre ich zu meiner Entschuldigung, dass dieses Zitat aus der 1. Auflage von 1975 entnommen wurde, vor der Rechtschreibreform von 1996 und den Reförmchen von 2004, 2006, 2022, 2014 und 2016).

So werden Tiere im ersten Teil sowie Pflanzen im 2. Teil Illustrationen gezeigt und beschrieben, die primären Geschlechtsmerkmale in in wesentlichen Bestandteilen ähneln, so der Schlappschwanzige Hodenpimmler oder die Busenqualle. Dagegen ist das Grafittchen, ein Bleistift-artiges Tier jugendfrei über jeden Schreibtisch krabbelnd vorstellbar.

Das schreibe ich deshalb so, da ich in einem Online-Antiquariat in einem Angebot gelesen habe: Altersfreigabe FSK ab 58 Jahre. Nun denn. Da die Leser dieses Blogs vermutlich schon alle beim Erscheinen dieses Buches volljährig waren, habe ich keine Bedenken, dieses Buch vorzustellen. Es ist nicht mehr im Buchhandel als Neuware zu beziehen, letztmals erschien 2014 eine Ausgabe im Eichborn Verlag, die aber auch nicht mehr auf der Website des Verlags aufgeführt ist. Zwischendurch hat es noch andere Ausgaben gegeben, zwar mit dem vollständigen Inhalt, aber einem „züchtigen“ Cover.

Nun stelle ich das Buch wieder zurück ins Regal, aber wohin nur?

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Kurt Halbritter: Halbritters Tier- und Pflanzenwelt. Ein Beitrag zur Naturgeschichte für alle Schichten des Volkes. Mit vielen Illustrationen des Verfassers, erstmals erschienen 1975 im Carl Hanser Verlag.

Zu erwähnen ist noch: Die wissenschaftliche Klassifizierung der bereits in Vergessenheit geratenen Formen der Fauna und Flora aufgrund alter Nachschlagewerke, ist Friedrich Bohne, Hannover, zu verdanken.

Würdiger Nachfolger für Brehms und auch Grzimeks Tierleben: HACKES TIERLEBEN

Es ist ja ein alter, mehrbändiger Schinken, dieses vor über 150 Jahre erschienene Werk des Zoologen und Schriftstellers Alfred Brehm, dunnemals noch mit dem Titel Illustrirtes Thierleben. Professor Bernhard Grzimek veröffentlichte etwa 100 Jahre später eine dreizehnbändige Tierenzyklopädie mit dem Titel Grzimeks Tierleben, in der der Zoodirektor, Serengetiforscher, Fernsehstar usw. rund 8.000 Tiere beschrieb.

Vor 25 Jahren trug sich Axel Hacke in die Reihe der Tierleben-Schreiber und -Beschreiber ein, der zwar nicht so umfangreich, jedoch mit großem Wissen – einschließlich Zitaten von Goethe, Rilke und altgriechischen Polymathen – über 26 Tierarten berichtet.

Dies jedoch in einer modifizierten Art, beschreibt er doch nicht nur Aussehen und Anatomie, Herkunft, Lebensraum und -gewohnheiten der verschiedenen Spezies, sondern weitere bemerkenswerten Eigenheiten, die Tiere und deren mögliche Verwendung betreffend. So folgt überlegt Hacke, ob Elefanten in Schäferhundgröße als Haustier gehalten werden könnten. Ausgehend davon, dass sowieso alle großen Tiere wie die Dinosaurier bereits ausgestorben und Wale auch schon am Aussterben seien. Ein Vorschlag, über den man nachdenken sollte.

Am heimischen Rothirsch lässt der Autor wenig Gutes. Insbesondere stört ihn das ewige Geröhre, die Geweihprotzerei und vieles andere. Die Frage wird aufgeworfen, wie sinnvoll ein Geweih überhaupt sei, stellt man sich vor, Menschen würden es tragen. Wie wäre es in Bussen und Bahnen, beim Schlafen? Andererseits könnte daran eine Aktentasche getragen werden. AKTENTASCHE! Heiliger Bimbam, ist das Buch veraltet. LAPTOPTASCHE, Herr Hacke! Leser werden erkennen, dass das Buch dringend einer überarbeiteten Neuauflage bedarf. Handtaschentragende Leserinnen werden diese Notwendigkeit wohl nicht feststellen, da einerseits Clutch oder Pochette nach wie vor getragen werden, wobei die Hirschweiblichkeit jedoch über keine Tragemöglichkeit mit Hilfe eines Geweihs verfügt.

So hat jedes hier vorgestellte Tierchen seine Eigenarten. Und der Kakerlak erscheint sympathisch. „Die verlogene Art, mit der sich gewisse andere Tiere beim Menschen beliebt zu machen verstehen, ist Schabensache nicht.“

Dieses Werk, das vor wenigen Jahren in einer großformatigen Sonderausgabe vom Kunstmann Verlag neu herausgegeben wurde, ist es wert, erweitert zu werden, zeigt es doch eine neue Sicht vom Tier auf uns und von uns auf’s Tier. Wenn dann noch Michael Sowa wie im vorliegenden Band mit herrlichen Bildern den Text verdeutlichen würde, wäre Menschheit und Tierreich ein großer Gefallen getan.

Ein weiterer Pluspunkt von Hackes Tierleben: Es ist nicht tierisch ernst. Und so möchte ich auch meinen Beitrag mit dem Vergleich zu Brehms und Grzimeks Werk auch sehen.

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Axel Hacke: HACKES TIERLEBEN. erschienen im Verlag Antje Kunstmann (1995), hier in der großformatigen Neuausgabe von 2018, mit Bildern von Michael Sowa

Die Last des Vogels unter Schnee

Den Leserinnen und Lesern dieses Blogs brauche ich nicht erklären, wie unsere gefiederten Freunde im Winter aber auch im übrigen Jahr von uns unterstützt werden können, um einen weiteren Rückgang der Population zu verhindern. Das Ergebnis der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ ist ja recht niedrig ausgefallen.

Nein, hier möchte ich nur noch einmal zeigen, wie es letzten Samstag nach dem Schneefall am Abend zuvor im Garten ausgesehen hat.

Foto vom 21. Januar 2023, Wiesbaden (Hessen)

Vogeltränke im Winter – Abnehmender Mond in Eis

Zur morgendlichen Routine gehört es, das Wasser in der Vogeltränke zu wechseln, damit Milben oder Krankheitskeime die nachfolgend Trinkenden und Badenden nicht kontaminieren und Schmutz hinaus gespült wird. An heißen Sommertagen muss auch nachgefüllt werden. Insekten und Eichhörnchen finden sich dort auch ein, um Flüssigkeit aufzunehmen. Schlürfende und schmatzende Igel sind nachts zu Gast.

Auch im Winter gebe ich die Routine nicht auf. Bei Frost wird die Eisschicht auf der Tränke entfernt und das Bad bzw. die Trinkgelegenheit mit frischem Wasser gefüllt. Amseln und Spatzen lieben es, auch bei Kälte zu baden. Meisen, Tauben und Zaunkönig beschränken sich auf’s Trinken. Ob Igel ihren Winterschlaf unterbrechen, um mal kurz an der Tränke vorbei zu kommen, habe ich noch nicht beobachtet.

So erfreue ich mich auch an der Eisscheibe, die ich aus der Tränke genommen habe: Abnehmender Mond in Eis

Kathryn Harkup: Das geheime Leben der Elemente

Als Chemiker freue ich mich immer, wenn es Berufskollegen oder -kolleginnen gelingt, Fakten oder Vorgänge der Chemie so darzustellen, wie man es gern während der Schulzeit gehabt hätte, um Interesse und Spaß an diesem naturwissenschaftlichen Fach zu entwickeln. Wenn es dann noch mit Geschichten versehen ist, die sich am Rande der Wissenschaft oder im täglichen Leben abspielen und einen Unterhaltungswert haben, wird es auch für bisherige „Chemieverweigerer“ interessant. Ein solches Buch hat Kathryn Harkup mit „Das geheime Leben der Elemente“ geschrieben.

Aus dem Periodensystem der Elemente hat die Autorin 52 der wichtigsten, eigenartigsten und bekanntesten sowie einige weitgehend unbekannte herausgepickt, diese zunächst durch eine Eigenschaft, die wir mit dem jeweiligen Element verbinden, personifiziert. Als der „Fruchbare“ wird Stickstoff bezeichnet, Arsen „Giftmischer“ genannt, Eisen ist der „Knallharte“ und Neon das „helle Licht“.

Jedem der hier beschriebenen Elemente sind vier Seiten eingeräumt und jedes wird individuell vorgestellt. Beim Wasserstoff ist es der Aufbau des Atoms, die besondere Stellung im Periodensystems, sein Verhalten, das ihn zum „Außenseiter“ macht. Die Bedeutung von Cobalt als Ausgangsmaterial für blaue Farben und Tinte wird in dem Kapitel über das „Schlitzohr“ beschrieben. Und unter Thallium ist eine nahezu James Bond würdige Mordmethode zu finden, nach der versucht werden sollte, Fidel Castro zu ermorden.

Ein weitgefächertes Spektrum von Fakten, Mythen, Bedeutendem und Nebensächlichkeiten aus der Welt der chemischen Elemente. Unterhaltsam, aber auch Wissen über das Periodensystem und die einzelnen Bausteine desselben vermittelnd. Ein Buch für jeden, der in seiner Schulzeit nicht ganz vom Chemieunterricht verprellt wurde.

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Kathryn Harkup: Das Geheime Leben der Elemente, Übersetzung: Sarah Pasquay, erschienen im Laurence King Verlag (2022)

Markus Bennemann: BÖSE BÄUME

Wie sie töten, stehlen, Feuer legen – die dunklen Seiten unserer liebsten Waldbewohner

Der Wald zeigt sich uns, betrachten wir die Bäume, als friedliches Wesen. Doch der Schein trügt. Das erklärt Markus Bennemann an zwölf Baumarten oder -familien, unterstützt durch Illustrationen von Janine Czichy.

Von der Würgefeige haben wir gehört, die sich um andere Bäume legt, diese zum Absterben umklammert und nach vielen Jahren, nachdem der gewürgte Baum verwest ist, ein eigenartiges Geflecht mit einem Hohlraum in der Mitte bildet. Von den brennenden Eukalyptusbäumen bei den verheerenden Waldbränden in Australien und Südeuropa war in den letzten Jahren in den Zeitungen zu lesen, Für die Ausbreitung der Brände sind die leicht brennbaren Öle der Bäume mit verantwortlich.

Dass aber unsere geliebten Buchen auch zu den „bösen Bäumen“ gezählt werden, wird den wenigsten bekannt sein. Die Art, wie sie sich gegen andere Bäume im Wald durchsetzen, ist bewundernswert. Ja, manchmal bewundert man auch Bösewichte.

Faszinierendes ist über die Geisterbäume zu lesen, Albino-Mammutbäume, denen durch eine genetische Mutation das Chlorophyll fehlt, die durch weiße Nadeln auffallen. Durch die Art, wie sie die notwendigen Nährstoffe aufnehmen, gelten sie als die Vampire im Reich der Pflanzen. Beeindruckend ist auch,wie sie sich vor Feuer schützen, um dann wieder auszutreiben.

Selbstverständlich erhalten auch Misteln und deren Verwandte, die schmarotzenden Sandelhölzer und die giftige Eibe einen Platz in diesem Buch. Und auch dem sehr speziell riechende Götterbaum – auch Spermabaum genannt – ist ein Kapitel gewidmet. Nicht nur wegen des Geruchs, sondern auch wegen seiner „Zeugungskraft“. Was dagegen die Walnuss tut, um ihr Terrain abzusichern und die Ansiedlung von Konkurrenz unter sich zu vermeiden, grenzt schon an höhere Chemie und Umweltschädigung.

All das wird von Markus Bennemann faktensicher beschrieben – ein umfangreiches Quellenverzeichnis ist dem Buch hinzugefügt – und unterhaltsam erzählt. Historisches, etwas aus dem Bereich der Evolution, über Biologie und das soziale, auch unsoziale Verhalten der Bäume wird berichtet. Ebenso unterhält Bennemann mit persönlichen Erlebnissen um seine Heimatstadt Wiesbaden und auf allen Kontinenten, zumeist kurzweilig.

Auch wenn es den Anschein hat, dass der Autor uns die Waldromantik vergällen will – was nicht sein Anliegen ist – ist dieses Buch trotz der fiesen Baumarten ein wunderbares Buch, um das eine zu erkennen: Jede Art möchte leben und überleben. Dieses Bestreben sei auch den Bäumen gestattet, auch wenn sie würgen, schmarotzen, vergiften, Feuer stiften.

Wenn ich dann durch die herrlichen Buchenwälder im Spessart wandere, werde ich mich daran erfreuen, unter den Walnussbaum im Park schauen, was er mit der Ausschüttung seines Juglons bewirkt.

Vieles verstehe ich nun besser. Und dabei hat mir Markus Bennemann mit diesem Buch geholfen.

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Markus Bennemann: BÖSE BÄUME, mit Illustrationen von Janine Czichy, Wilhelm Goldmann Verlag (2022)

Hier noch ein Foto von einem Buchenhochwald im unterfränkischen Spessart, aufgenommen am 20. Januar 2023.

Sind sie nicht herrlich anzusehen, die „bösen“ Buchen? Aber es stimmt, was Markus Bennemann schreibt, dass sich darunter nur spärliche Vegetation hält.

Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke verloren hatte

Wer jemals ein häusliches Drama um eine verschwundene Schnuffeldecke oder ein Schnuffelkissen oder den Schnuffelhasen erlebt hat, wird nachvollziehen können. wie traurig und untröstlich der kleine Siebenschläfer sein muss, als er merkt, dass sein Trostspender und Einschlafhilfe verschwunden ist.

Bei meinen Enkeltöchtern suchte und sucht die ganze Familie. Beim kleinen Siebenschläfer sind es die Freunde, die helfen. Fuchs und Eule suchen, der Biber taucht bis auf den Grund des Teichs, um sie zu finden, die Schnecke sucht mehrmals ihr ganzes Haus ab. Alles vergebens.

Doch wie Freunde nun einmal sind: sie versuchen dem kleinen Siebenschläfer mit einem Ersatz zu helfen. Doch alles was sie finden – die Elster schleppt Federn heran, der Igel bietet sich selbst als Schnuffel-Kuschel-Decke an – nicht ist so wie die gepunktete Schnuffeldecke. Entweder nicht so kuschelig oder zu leicht wie die Federn. Es riecht alles nicht so nach Schlaf und Träumen und nach vielen anderen liebgewonnenen Dingen.

Aber zum Glück taucht die Schnuffeldecke dann doch wieder auf. Sie ist allerdings nicht so wie sie einmal war, der Schnuffeldeckengeruch ist nicht mehr da und der kleine Siebenschläfer ist verzweifelt, weil er meint, wohl nie wieder schlafen zu können. Aber er hat ja Freunde. Und die sorgen dafür, dass alles wieder so ist, wie die Schnuffeldecke zu sein hat.

Zudem ist es ein Buch über Freunde, Freundschaft und die Bedeutung von Freundschaft.

Eine herrliche und herzige Geschichte, die Sabine Bohlmann erzählt und von Kerstin Schoene mit gelungenen Illustrationen gestaltet hat.

– – – O – – –

Sabine Bohlmann und Kerstin Schoene: Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke verloren hatte

Erschienen bei THIENEMANN (2022) als 7. Band der Geschichten vom kleinen Siebenschläfer

Nach Angaben des Verlags ein „einfühlsame Vorlesegeschichte für Kinder ab 4 Jahren“ (Nach eigenem Erkenntnis verstehen bereits Zweijährige das Wesentliche und können sich an der Geschichte und den Illustrationen erfreuen)

Viel Wandervergnügen im winterlichen Spessart

Wer in Wiesbaden wohnt, der weiß, dass die Winter dort selten weiß sind. Umso erfreulicher, wenn man sich mit Freunden zu einer Winterwanderung im Spessart verabredet und dort tatsächlich eine Schneedecke liegt – wenn auch nur wenige Zentimeter hoch.

Ein Winter-Wander-Wald-Vergnügen pur

An der Ausfahrt Rohrbrunn nahe der Rastanlage Spessart und unweit des legendären Wirthaus im Spessart verlassen wir die A3 und fahren auf der Staatsstraße 2312 – wir sind im Freistaat Bayern – Richtung Bischbrunn. Hier beginnt bereits der Winter.

Gegenüber dem Torhaus Aurora biegen wir nach links auf den Wanderparkplatz ab, den Startpunkt der Wanderung. Wanderfreund Udo aus Wertheim trifft zeitgleich mit uns ein. Mit ihm und Karl geht es 5 Kilometer nach Norden durch einen herrlichen Buchenwald zur Sandkaute.

Dort packt Udo in alter Tradition die Brotzeit für uns alle aus, Kaffee oder Tee hat jeder selbst mitgebracht. Zu unserer Freude bricht dazu die Sonne durch die Wolken.

Ein schöner Platz zu einer kurzen Rast im Stehen, da Tisch und Bänke mit einer Schneedecke bedeckt sind.

Ein dezenter gereimter Hinweis sagt uns, was wir tun und lassen sollen. Hätten wir Abfall, würden wir ihn selbstverständlich nicht hier lassen. Dennoch scheint das Gedicht notwendig zu sein.

Auf der Tafel ist auch zu sehen, auf welchem Weg wir uns befinden, dem Hasenstabweg.

Wer nun nicht weiß, wer der Herr Hasenstab war, möge von meinem Treffen mit ihm vor gut einem Jahr lesen: HIER

Wir verlassen die sonnige Sandkaute Richtung Südwesten ….

….. und erreichen nach etwa 1,5 Kilometern den Fürstlich Löwenstein’schen Park. Eingegattert mit einer Fläche von 30 Quadratkilometern, ab und zu genutzt zur Jagd für – nicht auf – Prominente wie dunnemals FJS. Ein Warnhinweis versucht uns davon abzuhalten, dem Hasenstabweg weiter zu folgen.

Wir setzen uns über den Zaun hinweg

Weiter geht’s im Schnee

Vorbei an einem der „Hoch“sitze – wohl einer für einen älteren Promi, der nicht mehr so viele Stufen aufsteigen kann.

Meinen nächsten Weihnachtsbaum gucke ich mir auch schon aus

Dann sind wir wieder außerhalb des Wildparks

Von hier ist es nur noch ein Kilometer bis zur Einkehr im Forsthaus Sylvan

Aufgewärmt und gestärkt schaffen wir die 3 Kilometer zum Parkplatz, fahren nach diesem winterlichen Vergnügen glücklich nach Haus

Unsere Route:

Und was plant Karl? Eine Wanderung mit einer größeren Gruppe zum Sylvan. Ich werde dabei sein.

Winter in Wiesbaden

20.01.2023, 21:34 in Wiesbaden

Seit einigen Jahren hat es zum ersten Mal wieder kräftig geschneit. Bei -3°C werden wir wohl noch ein paar Stunden diese Pracht genießen können.

Bei der gestrigen Wanderung im Spessart haben wir uns noch wie die Schneekönige gefreut, dass wir über eine 5 cm „dicke“ Schneedecke gehen konnten. Kaum am Abend zu Hause erlebte ich, wie innerhalb von wenigen Stunden die Schneedecke von 0 auf 20 Zentimeter anwachsen kann.