Eingerostet

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Ehemals bewegliche Teile eines Sägegatters (oben)

Räder landwirtschaftlicher Maschinen (unten)

 

Aufnahmen aus dem Freilichtmuseum Hessenpark, Neu-Anspach/Taunus

 

 

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Aus vier Teilen wieder ein Buch machen

Dr. Friedrich Köhlers Fremdwörterbuch von 1909 war nahezu in vier Teile zerfallen und es war nur wenig Aufwand nötig, die vier Komponenten vollständig zu trennen.

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Mit Buchbinderleinen, Gaze, Vorsatzpapier, Kapitalband, Leim und einer gehörigen Portion Zeit sollte wieder ein Buch entstehen, das einen ansehnlichen Eindruck machte.

Nach Reinigungsarbeiten an den Einzelteilen wurde der Buchblock aufgehübscht und ein neuer Einband gefertigt,

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danach konnte der Buchblock in den Einband eingehängt werden – fertig war das gute Stück, dass sich dank des nahezu passenden Leinens nicht wesentlich von dem ursprünglichen Buch unterscheidet – abgesehen von den Alterungs- und Gebrauchsspuren. Aber es ist ja bereits über 100 Jahre alt, da wird nichts Neuwertiges erwartet. So sieht das Ergebnis ausschnittsweise aus:

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Und wie immer lese ich gern in so alten Büchern: Dabei fand ich den Begriff „Kartell“.

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Während heute Kartell insbesondere im Bereich der Wirtschaft gebräuchlich ist, war das am Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein Ausdruck, der in erster Linie mit der Kriegsführung in Verbindung stand. Das Vorgehen von Verbündeten ist in diesem Begriff allerdings noch heute impliziert.

 

Schulstunde wie zu Kaisers Zeiten – 2018 im Freilichtmuseum Hessenpark

Und zum Schluß wurde ein Lied gesungen, passend zum Sommer 2018

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Hab‘ schon schönere und lesbarere „Lehrer“handschriften gesehen. An der Tafel des Klassenraumes ist die erste Strophe zu lesen.  Gedruckt in der Ausgabe „Gedichte für die Jugend von Karl Wilh. Ferd. Enslin“, erschienen 1846 bei Hermann Johann Keßler, liest es sich so:

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Das Lied wurde gedichtet von Karl Enslin (1819-1875), bekannter von ihm sind Guter Mond, du gehst so stille und Kling, Glöckchen, klingelingeling.

Vom Blutmond zurück zum Honigmond

Im Osten von Wiesbaden tauchte der Blutmond hinter der im Rhein-Main-Gebiet fast immer vorhandenen Dunstglocke für mich fotografierbar um 23:15 Uhr auf, farblich wie angekündigt. In den darauf folgenden 90 Minuten mutierte er dann zu dem gewohnten „honigfarbenen“ Mond, so wie wir ihn kennen.

Für mich war die totale Kernschattenfinsternis des Mondes ein einmaliges Erlebnis, vergleichbar mit der totalen Sonnenfinsternis am 11.August 1999, die ich in München beobachtete, als es dunkel wurde, die Vögel aufhörten zu zwitschern und die Prinzregentenstraße nahezu „verkehrsberuhigt“ war.

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27.07.2018, 23:15 Uhr

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27.07.2018, 23:44 Uhr

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28.07.2018, 00:00 Uhr

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28.07.2018, 00:26 Uhr

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28.07.2018, 00:43 Uhr

Auf einen Blick:

 

 

Über das astronomische Ereignis: Mondfinsternis 

und „Wie entsteht der Blutmond?“, anschaulich dargestellt in einem Video

Zum Schluss: Schau mal, wie klein der Mars ist

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